Wohnwagon – die Zukunft des Wohnens?

Die Bullaugen auf der Rückseite
Die Bullaugen auf der Rückseite
Außenansicht
Außenansicht
Die Erfinder des Wohnwagons: Theresa Steininger und Christian Frantal.
Die Erfinder des Wohnwagons: Theresa Steininger und Christian Frantal.
Innenansicht
Innenansicht

Nachdem ich hier vor einiger Zeit den Caravisio von KnausTabbert vorgestellt habe, der ja die Zukunft des Campings sehr futuristisch interpretiert hat, folgt heute eine ganz andere Zukunftsvision von Camping. Das österreichische Startup Wohnwagon hat die Idee eines selbstbestimmten Lebens in einem autarken Umfeld für sich als Vision entdeckt und startet gerade mit großem Erfolg die zweite Phase ihres Unternehmertums. Über das Crowdinvesting-Portal Conda wurde bereits die

erste Phase erfolgreich realisiert. Die Entwicklung eines Prototypen wurde vielbeachtet umgesetzt, der Prototyp fand auch direkt einen Abnehmer. Nun wird auf Conda wieder Geld gesammelt, um die Serienfertigung umsetzen zu können.


2012 sind die beiden Ideengeber angetreten, handwerklich solide mit regionalen Partnern und Materialien einen Wohnwagen zu bauen, der ihren Vorstellungen von einer mobilen Wohnung entspricht. Heraus gekommen sind 25 qm auf vier Rädern mit einer Kläranlage auf dem Dach und Sonnenkollektoren zur Energiegewinnung. Die genaue Ausgestaltung der Wagen ist aber immer abhängig von den Ideen und Wünschen des Bestellers. Den Wagen gibt es entweder zum Aufstellen oder auch zum ziehen mit Straßenzulassung. Die Nachfrage ist da – mehr als 170 Anfragen soll es schon geben.

Das Team um Theresa Steininger und den Wiener Tischler Christian Frantal hat mit dieser Idee ins Schwarze getroffen und einen aktuellen Trend aufgegriffen. Tiny houses (= kleine Häuser) sind in den USA bereits heute ein großer Markt, die Idee wird sich auch in Europa verstärkt zeigen. Die Vorteile sind unbestreitbar. Die kleinen Wohneinheiten verbrauchen weniger Rohstoffe, weniger Energie, weniger Fläche. Sie bedeuten aber auch eine Konzentration auf das Notwendige und bieten trotzdem einen gewissen Luxus. „Was benötigt ein Mensch, um zufrieden und glücklich leben zu können?“ Das ist eine der Kernfragen, die bei der Entwicklung des Wohnwagons Pate gestanden hat. Der zweite wichtige Aspekt war die Berücksichtigung weitgehender Autarkie, um zum einen auch abseits vorhandener Infrastruktur wohnen und leben zu können. Zum anderen spielt Umweltverträglichkeit dabei eine große Rolle.

Und in der heutigen Zeit ist die Fähigkeit, mobil sein zu können, ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor, der für ein solches Wohnmodell spricht. Anstelle eines Neukaufs oder der Suche nach einer neuen Wohnung bei einem Wechsel des Lebensmittelpunktes wird einfach die vorhandene Unterkunft mitgenommen und an einem neuen Platz aufgestellt.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wünsche dem jungen Unternehmen viel Erfolg.

Mehr lesen bei wohnwagon.at und natürlich auch bei Facebook: www.facebook.com/wohnwagon. Wer sich noch an der Finanzierung beteiligen möchte, geht zu Conda (noch bis 2.4.15 möglich).

Danke an littlemissitchyfeet, deren Beitrag über den Wohnwagon bei utopia.de mir den Weg zum Wohnwagon gewiesen hat.

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